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Schwieriges Wochenende mit Rennabbruch auf der Ardennenachterbahn in Spa

14. Mai 2024

Leipert Motorsport startete mit zwei Lamborghini Super Trofeo EVO 2 bei der zweiten Veranstaltung der Lamborghini Super Trofeo Europe (LSTE) auf dem Traditionskurs Spa-Francorchamps (Belgien). Das von MOTUL unterstützte Team aus Wegberg erlebte ein schwieriges Rennwochenende in den Ardennen. Der Rennspeed war sehr gut, doch auf Grund unglücklicher Abläufe spiegelte sich die Leistung nicht in den entsprechenden Platzierungen wider. Die Deutschen Sebastian Balthasar/Jacob Riegel fuhren in der Pro-Wertung an Podiumsplätzen vorbei. Auch die Paarung Nathan Herne (AUS)/Tim Stender (GER) verpasste knapp einen Rang unter den besten Drei der Klasse Pro-Am.

Das Starterfeld in Belgien war mit 52 Lamborghini Super Trofeo EVO 2 erneut riesengroß. Bei den Trainingssitzungen gab es zahlreiche Unterbrechungen und Stopps nach Roten Flaggen. Davon waren auch die Leipert-Piloten betroffen. Das Auto von Balthasar/Riegel hatte zudem einen Unfall im ersten freien Training. Die Schäden konnten aber rechtzeitig für das 2. Freie Training wieder behoben werden.

Das deutsche Duo Sebastian Balthasar/Jacob Riegel (Pro-Wertung, #70) kamen in den beiden Qualifyings auf Grund des Verkehrs, auf keine freie Runde. Riegel stellte den Leipert-Lamborghini schließlich auf Position 12 der Klasse. Für Balthasar blieb gar nur der 14. Startplatz. Aufgrund eines technischen Problems kam das Duo Herne/Stender (Pro-Am-Wertung, #88) auf keine gezeitete Runde in der Qualifikation und musste beide Rennen von Position 52 starten.

Das erste Rennen stand im Zeichen einer Aufholjagd der beiden Leipert-Teams. Riegel/Balthasar kämpften sich in dem Lauf, der wieder von einigen Safety-Car-Phasen gekennzeichnet wurde, bis auf Platz 8 nach vorn. Entscheidend war ein großartiger Schlussspurt in den letzten Runden. Auch Stender/Herne konnten sich im Verlauf der 50 Minuten deutlich verbessern. Am Ende fehlten bei der Premiere nur wenige Sekunden bis zum Sprung aufs Siegerpodest der Pro-Am Kategorie.

Entsprechend optimistisch gingen die beiden Leipert-Duos an den Start zum zweiten Lauf. Leider wurden die Hoffnungen frühzeitig enttäuscht. Balthasar erwischte einen tollen Start, wurde nach der ersten Kurve allerdings ins Kiesbett gedrängt und beendete die erste Runde somit auf Platz 28. Herne, der Startfahrer der #88 fand sich nach einer atemberaubenden Aufholjagd bereits nach kurzer Zeit 20 Positionen weiter vorne wieder. Kurz vor der Öffnung der Boxengasse für die obligatorischen Stopps rückte das Safety-Car aus. Aufgrund einer Fehlkommunikation der Rennleitung steuerten daraufhin einige Teams die Box zum obligatorischen Fahrerwechsel an, während die restlichen Teilnehmer auf der Strecke blieben. In Anbetracht des entstandenen Chaos entschied sich die Rennleitung für einen Abbruch mit der roten Flagge. Da auch ein Restart in der Kürze der Zeit mit einer ordnungsgemäßen Aufstellung nicht möglich war, endete das Rennen vorzeitig. So fehlte beiden Teams am Ende die Zeit, um sich auf der Strecke entscheidend zu verbessern. Für Leipert Motorsport ein ernüchternder Ausgang.

Geschäftsführer Marcel Leipert & Marc Poos:

„Das Wochenende in der Lamborghini Super Trofeo in den Ardennen hatten wir uns deutlich anderes vorgestellt. Die Trainings und Rennen wurden immer wieder von gelber Flagge und Safetycar unterbrochen. Wir hatten einfach zu wenige freie Rennrunden, um die Qualileistungen zu kompensieren. Speziell im zweiten Lauf gab es keine Chance, sich nach vorn zu arbeiten. Team und Fahrer haben das beste gegeben, aber letztlich waren die Umstände nicht beeinflussbar.“

Das nächste Wochenende der LSTE findet im Rahmen der legendären 24h von Le Mans (Frankreich, 11.-15. Juni) statt.